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Humpelrock
Der Begriff Humpelrock bezeichnet einen besonders engen bodenlangen Rock. Er kam erstmals im 19. Jahrhundert in Mode. Synonyme und verwandte Bezeichnungen: Fesselrock, Mumienrock, (engl.) hobble skirt[1], (frz.) jupe entravée, Schlauchrock. Ein Bleistiftrock ist im Gegensatz zum historischen Humpelrock höchstens wadenlang, endet aber meistens unterhalb des Knies.
Im engeren Sinn bezeichnet der Begriff Humpelrock die besonders engen und langen Röcke ab 1910/11. Bekannt wurden vor allem die Humpelröcke des französischen Modeschöpfers Paul Poiret[wp], aber auch zahlreiche andere Modedesigner der Epoche entwarfen Humpelröcke, darunter Lucile[wp], Jeanne Paquin[wp] und Léon Bakst[wp]. Das gemeinsame und namensgebende Merkmal ist, dass die Trägerinnen nur kleine Schritte darin machen können, also zum unbeholfenen Trippeln oder Humpeln gezwungen sind.
Um ein versehentliches Zerreißen des Saumes oder der Nähte zu vermeiden, wurden gelegentlich unter dem Kleid auch Fußfesseln aus Stoff getragen oder verlängerte, bis über die Oberschenkel verlängerte Korsetts, bei denen sich durch eine separate Schnürung die Beinfreiheit beschränken ließ.[2]
Ein Humpelrock ist ein langer, enger Rock, der bis unter die Knie reicht und oft knöchellang ist, der so eng ist, dass es schwierig ist, darin zu gehen. Er ist oft aus Latex oder PVC gefertigt und manchmal mit Korsettstäben verstärkt, um die Einschränkung zu erhöhen.
Er wird von unterwürfigen Frauen oder Männern getragen, die sich einer Zwangsfeminisierung unterziehen.
Geschichte
Solche Röcke waren in den frühen 1910er Jahren kurzzeitig in Mode. Der Entwurf wird Paul Poiret[wp] zugeschrieben. Es wird behauptet, dass er von Katherine Wright[wp], der Schwester der Gebrüder Wright, inspiriert wurde, die ihren Rock beim Fliegen festband, damit er nicht herumflatterte. Die Mode wurde jedoch bald als unpraktisch aufgegeben. Sie wurde in den 1950er Jahren von John Willie[wp] und anderen als Bondage-/Fetisch-Stil wiederbelebt.[4]
Ein Humpelrock ist ein langer, enger Rock, der bis unter die Knie reicht und oft knöchellang ist. Der Saum ist schmal genug, um den Schritt des Trägers erheblich zu behindern, wodurch er seinen Namen erhielt. Er kann mit Riemen und Schnallen[wp] oder Vorhängeschlössern[wp] verstärkt sein. Er wird häufig aus Latex[wipi] gefertigt. Um diesen Effekt zu erzielen, kann auch ein knielanges Korsett verwendet werden. Ein Kleid mit einem solchen Rock wird als Humpelkleid bezeichnet.
Humpelröcke sind bei unterwürfigen Frauen und bei Männern, die eine Zwangsfeminisierung durchführen, beliebt.
Die Fesselwirkung kann beispielsweise durch sehr hochhackige Schuhe, das Fesseln der Arme hinter dem Rücken, eventuell mit einem Monohandschuh, und das Knebeln oder Verbinden der Augen des Opfers verschärft werden.[5]
Literatur
- Ingrid Loschek: Reclams Mode- und Kostümlexikon. 5., aktualisierte und erweiterte Auflage. Reclam, 2005, ISBN 3-15-010577-3, S. 273 f.
- N. J. Stevenson: Die Geschichte der Mode. Stile, Trends und Stars. Haupt, u. a. 2011, ISBN 3-258-60032-5, S. 82 f.
Galerie
Einzelnachweise
- ↑ Hobbel (englisch: hobble) ist der Begriff für Fußfesseln von Pferden. Sie werden in freiem Gelände zum Teil benutzt, wenn keine andere Möglichkeit besteht, ein Pferd anzubinden, oder seltener auch, um dem Pferd zum Grasen - zum Beispiel über Nacht - einen größeren Bewegungsspielraum zu bieten als beim Anbinden. Das Hobbeln war vor allem zur Zeit der großen Viehherden in Amerika bei den Viehtreibern (Cowboys[wp], Gauchos[wp]) verbreitet. Sie banden ihren Pferden bei einer Rast die Vorderbeine mit einem Abstand von wenigen Dezimetern zusammen, um sie am Weglaufen zu hindern. Die Pferde konnten so zwar kleine Schritte machen und sich ein wenig bewegen und grasen, aber es war ihnen unmöglich, weit wegzulaufen oder zu galoppieren.
- ↑ Wikipedia: Humpelrock
- ↑ Originaltext: "What's that? It's the speed-limit skirt!"
- ↑ Wipipedia: Humpelrock
- ↑ LatexWiki: Humpelrock
Querverweise
Netzverweise
- Wikipedia führt einen Artikel über Humpelrock