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Wilhelm Domke-Schulz

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Wilhelm Domke-Schulz
Geboren 1956
Beruf Künstler
URL domke-schulz-film.de

Wilhelm Domke-Schulz (* 1956) ist ein deutscher Dokumentar­filmemacher, Medien- und Gesellschafts­analytiker sowie Buchautor. Seine Dokumentarfilme "Remember Odessa" über den Massenmord an Antifaschisten und Demokraten am 2. Mai 2014 in Odessa und "Leben und Sterben im Donbass" über den Genozid an der Donbass­bevölkerung seit 2014 erregten national und international großes Aufsehen. Er produzierte über siebzig Filme in Eigenregie, vor allem Reportagen und Geschichts­dokumentationen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (MDR, NDR, ARD) sowie künstlerische Dokumentarfilme wie etwa "Life at a Standstill: A Middle East Diary", "Rauhmannstag" oder "Krimreise".[1]

Berufliches

Domke-Schulz hat Dramaturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg[wp] studiert. Er arbeitete zunächst als freier Dramaturg für Spiel- und Dokumentar­film in Berlin, Potsdam und Leipzig. 1991 machte er sich als Produzent selbstständig und produzierte von 1991 bis 2015 unter anderem Reportagen und Geschichts­dokumentationen für Sende­anstalten der ARD. Aktuell stellt er überwiegend Eigenproduktionen wie die preisgekrönten Kino­dokumentar­filme "Krimreise" und "Remember Odessa" her. Er ist ebenfalls als Hochschuldozent für Medien­wissenschaft tätig und hält als Medien­analytiker Vorträge zu Themen wie Meinungs­manipulation und Propaganda in Massenmedien. 2019 erschien sein Roman-Debüt "Werners wundersame Reise durch die DDR".[2]

Dokumentarfilme

Vorträge

  • Gekaperte Revolutionen: Was wir am Beispiel DDR und UKRAINE lernen können, DruschbaFM auf Odysee am 10. März 2024
    Wilhelm Domke-Schulz: "1952 plante Ex-Reichskommissar in der BRD Plünderung der DDR"
    Der Westen glaubt heute tatsächlich noch an das Märchen, dass das ostdeutsche Volk den Verlauf der Geschichte genauso wünschte. Pustekuchen. Klartext zur ostdeutschen "Revolution". Was war daran wirklich "revolutionär" und wer waren die Schattenspieler, die den aufrichtigen Wunsch nach Demokratisierung des Staates DDR blockierten und den Schwung des Aufbruchs einiger Tausend Menschen nutzten, um ihre ureigenen Pläne durchzusetzen? Was war die Hallstein-Doktrin[wp] und welche Konsequenzen hatte die Übernahme der Republik, die ganz offiziell "Beitritt" genannt wurde. Es lassen sich markante Parallelen in der Ukraine entdecken, die intensiv im Teil 2 Betrachtung finden.
    In einem exzellenten Exkurs des Gesellschafts­analysten Domke-Schulz und nach über 30 Jahren medial verkaufter friedlicher "Revolution", wird der Blick auf die Plünderung schärfer.
    Was konkret müssen Bürger heute wissen, um sich nicht noch einmal aufs Kreuz legen zu lassen? Welcher Werkzeuge braucht es heute und welche Herausforderungen stellen sich für eine neue Qualität der gesamtdeutschen "Wende"?
    Sie sehen die Aufzeichnung der Vortragsreihe Koblenz Im Dialog vom 10. März 2024

Gespräche

  • Youtube-link-icon.svg Der 28-Punkte-Plan der USA - eine reale Chance für Frieden in der Ukraine? - Druschba FM (23. November 2025) (Länge: 61:05 Min.)
    Sergey Filbert im Gespräch mit Medienwissenschaftler, Filmemacher und Chefredakteur von Berlin247.net Wilhelm Domke-Schulz.
  • Youtube-link-icon.svg Der Putin-Trump-Gipfel und seine Bedeutung für die Ukraine, die EU und Deutschland - Druschba FM (16. August 2025) (Länge: 67:38 Min.)
    Sergey Filbert im Gespräch mit Medienwissenschaftler, Filmemacher und Chefredakteur von Berlin247.net Wilhelm Domke-Schulz.
  • Youtube-link-icon.svg Es wird wieder Krieg geben - Westend Verlag (15. Juni 2025) (Länge: 59:18 Min.) (Wilhelm Domke-Schulz, Florian Warweg und Gabriele Gysi)
    In dieser Folge von "Wir drehen durch" haben wir mit dem Dramaturgen Wilhelm Domke-Schulz über die DDR, Russland und die Ukraine gesprochen. Besitzt der Konflikt mit Russland auch eine kulturelle Dimension? War der Ukraine-Konflikt absehbar - und was hat er mit der Geschichte der deutschen Vereinigung zu tun?
    "Wir drehen durch" ist ein Gesprächsformat von Gabriele Gysi, Florian Warweg und Valeri Schiller. Ziel ist es, mit unangepassten Gästen aktuelle gesellschaftliche Themen zu beleuchten. Wir werfen einen Blick auf brisante Themen, bei denen andere lieber wegschauen. Perfekt für alle, die sich für die Zustände hinter den Schlagzeilen interessieren.
    • Youtube-link-icon.svg Die Ukrainer wollten ihre Identität nicht aufgeben - Westend Verlag (Länge: 2:12 Min.) (Ausschnitt)
      Zitat: "Die Menschen im Donbass wussten, was auf sie zukommt."
      "Den Leuten im Donbass 2014 - also hast du ja auch gesagt, Bürgerkrieg steht bevor, es wurde damals schon gesagt, also einige haben ja damit gerechnet - [es war so], dass den Leuten im Donbass völlig klar war, was auf sie zukommt, wenn dieses Putschistenregime auch bei ihnen die Macht ergreift. Das war ihnen völlig klar: Das endet in Mord und Totschlag, Verbot der [russischen] Sprache, Entvölkerung der [ethnisch] russischen Bevölkerung, die vertrieben wird. Das war ihnen alles klar. Und deswegen haben die da den Aufstand gemacht. Also die sind auf die Straßen gegangen und nicht bloß, wie hier so ist ... habe ich ja auch oft erlebt: Große Demo in Berlin - in der Zeitung steht 20.000, in der Realität waren es 100.000. Und was machen sie ...? Also in der Demo lassen sich von zehn Polizisten wegtragen und wenn eine Demo vorbei ist, trinken sie Proseco. Kannst du natürlich die Gesellschaft massiv umwerfen, mit solchem Verhalten. Im Donbass haben die sich auf Proseco nicht verlassen. Also die haben ihr Schicksal in die eigene Hand genommen. Und das ist meine Antwort darauf, dass ich immer sage, deswegen habe ich die Donbass-Filme gemacht, weil ich der ostdeutschen Bevölkerung zeigen wollte, das, was jetzt mit ihnen alles gemacht wurde: Eigentum weggenommen, Geschichte weggenommen, Kultur weggenommen, Identität weggenommen, Führungs­positionen weggenommen, alles weggenommen. Ja, wenn sie [es] mit sich gefallen lassen, sind sie irgendwie selber dann schuld. Und ich zeige nur: Die Menschen im Donbass haben sich das nicht gefallen lassen."
  • Youtube-link-icon.svg Hatten wir schon mal: Umstrittene AfD-Bewertung ein Versuch stärkste Oppositionspartei zu verbieten? - Druschba FM (4. Mai 2025) (Länge: 49:55 Min.) (Unsere Demokratie, AfD)

Einzelnachweise

  1. PsiramWilhelm Domke-Schulz (Stand: 21. Februar 2023)
  2. Manova: Wilhelm Domke-Schulz
  3. Auf Odysee:
    "Gesichter des Donbass". Von Wilhelm Domke-Schulz, 93:50 Min., 2. April 2023
  4. Inhaltsangabe
    Seit Anfang 2014 tobt ein Krieg im Osten der Ukraine, im Donbass ein Bürgerkrieg, der im Laufe der Jahre weit über 15.000 Menschenleben gefordert hat, darunter mehrere hundert Kinder. Sie mussten sterben, weil die vom Westen finanzierte, ausgebildete und militärisch hochgerüstete national-faschistische Putsch­regierung in Kiew keinen Widerstand gegen ihre illegitime Herrschaft dulden wollte, egal was es kostet.
    Im April 2014 setzten die Putschisten deshalb die ukrainische Armee, unterstützt von dutzenden rechtsradikalen Freischärler-Bataillonen in Marsch und bombardiert seitdem Stadtzentren, Wohngebiete, Schulen, Krankenhäuser, Infrastruktur, tötet friedliche Menschen.
    Dieses Dauer­verbrechen geschieht völlig unbemerkt von der westlichen Öffentlichkeit. Politik und Massenmedien scheuen dieses Thema und die Bericht­erstattung darüber, wie der Teufel das Weihwasser. Denn eine öffentliche Diskussion über die Verbrechen des ukrainischen Regimes, würde nur eines entlarven - mit welchen Massenmördern und Terroristen sich der so genannte "Wertewesten" in der Ukraine gemein macht, nur um seine eigenen Ziele und Interessen durchzusetzen.
    Der Dokumentarfilm "Gesichter des Donbass" blickt in die gemarterte Seele einiger Bewohner des Donbass und versucht so die im Westen tief klaffende Informations­lücke zu füllen. Dieser Film lässt ungefiltert Menschen des Donbass zu Wort kommen, die eigentlich nur eines wollen - selbstbestimmt nach eigenen Regeln und Wert­vorstellungen leben. Ohne sich fremden Mächten und Ideologien zu unterwerfen.
  5. Auf Odysee:
    Leben und Sterben im Donbass, 97:24 Min., 27. März 2022
    Leben und Sterben im Donbass (deutsch/german), 97:24 Min., 27. März 2022
    Документальный фильм немецкого режиссёра: Жизнь и смерть на Донбассе, 97:24 Min., 4. April 2022
  6. Vimeo-logo.png Remember Odessa - wir vergessen nicht, wir vergeben nicht (23. September 2019)
    Youtube-link-icon.svg Remember Odessa - Dokumentarfilm von Wilhelm Domke-Schulz (2. Mai 2021) (Länge: 88:18 Min.)
    Dokumentarfilm - "Remember Odessa - Wir vergessen nicht und wir vergeben nicht" - Wilhelm Domke-Schulz, DATENARCHE.de/MILLENNIUM ARTS auf Odysee am 25. Juni 2024, 88:21 Min.
    Remember Odessa - wir vergessen nicht, wir vergeben nicht! auf Apolut am 26. Februar 2022
    Remember Odessa - ein Dokumentarfilm von Wilhelm Domke-Schulz auf Odysee am 9. April 2022
    Remember Odessa - ein Dokumentarfilm von Wilhelm Domke-Schulz auf BitChute am 18. Juni 2022
  7. Inhaltsangabe
    Im Winter 2014 kommt es in der ukrainischen Hauptstadt zu Massen­protesten. Ende Februar eskaliert die Gewalt. Bei erbitterten Straßen­schlachten zwischen Demonstranten und Polizei­kräften kommen auf beiden Seiten über 100 Menschen ums Leben. Präsident Janukowitsch[wp] wird gestürzt. Radikale ukrainische Nationalisten ergreifen die Macht in Kiew.
    Der Umsturz löst große Proteste im Osten und Süden der Ukraine aus. Die russische Minderheit erkennt die nationalistische ukrainische Regierung nicht an. Odessa wird zu einem wichtigen Zentrum des zivilen Widerstands. Zehntausende von Menschen protestieren Woche für Woche gegen das illegitime Regime in Kiew.
    Im Frühjahr soll eine Entscheidung fallen. Am 2. Mai 2014 stürmen mehrere hundert radikale Nationalisten das Protestcamp. Die Regierungs­gegner fliehen in das dahinter liegende Gewerkschaftshaus. Dort werden Dutzende von ihnen Opfer von Flammen, Giftgas und brutalen Schlägern. Sie sterben einen qualvollen Tod.
    Seitdem gedenken jedes Jahr, immer am 2. Mai, Tausende von Menschen auf dem Kulikovo-Feld vor dem Gewerkschaftshaus der unvergessenen Opfer von Odessa[wp]. Zur gleichen Zeit marschieren ukrainische Nationalisten durch die Straßen der Stadt und feiern ihren "Tag des Sieges". Die Mörder von Odessa sind bis heute nicht inhaftiert.
    Der Film "Remember Odessa" blickt in die tief verwundete Seele der zerrissenen Stadt. Die Kamera beobachtet genau den Moment, in dem sich nationalistische Mörder und trauernde Hinterbliebene ihrer brutal ermordeten Opfer auf engem Raum begegnen. Von Angesicht zu Angesicht. Am Tag der Tragödie. Am 2. Mai 2014. Und vier Jahre später. Am 2. Mai 2018. Im Zentrum von Odessa und auf dem Kulikovo-Feld vor dem Gewerkschaftshaus. Am Ort eines schrecklichen Verbrechens, das bis heute nicht gesühnt wurde.

Netzverweise

Wilhelm Domke-Schulz bei NATO-Akte (2023)